Kompetenzzentrum für berufsgenossenschaftliche Heilverfahren

BG-Heilverfahren

Sie haben sich bei der Arbeit verletzt oder sind auf dem Weg zur Arbeit verunglückt? Ihre Berufsgenossenschaft hat den Unfall anerkannt?

Wenn Ihre behandelnde D-Ärztin bzw. D-Arzt eine Rehabilitation befürwortet und verordnet, können Sie die Vorteile unseres ambulanten Behandlungskonzeptes (EAP, ABMR) in Anspruch nehmen.

Das Angebot bietet Unfallverletzten die Möglichkeit, bei entsprechenden Problemlagen die Schnittstelle zwischen medizinischer und beruflicher Rehabilitation zu überbrücken.

Vorteile für Unfallversicherte

Unser problemorientiertes, arbeitsplatzbezogenes Behandlungskonzept bietet dem Unfallverletzten vielfältige Vorteile:

  • fachärztliche Leitung und Kompetenz
  • traumatologisches, orthopädisches, kardiologisches und neurologisches Know-How unter einem Dach
  • ein eingespieltes, interdisziplinäres Team
  • ein reibungsloser, abgestimmter Behandlungsablauf mit allen Beteiligten
  • kurze Wege während der Rehabilitation
  • die Realisierung kurzfristiger Termine
  • Soforthilfe bei allen Fragen zur Diagnose, Therapie, Nachsorge
  • Komplementäre, alternative Behandlungsformen

Angebote für Unfallversicherte

Die Objektivierung der tatsächlichen Leistungsanforderungen sowie Betreuung am bestehenden Arbeitsplatz stehen innerhalb
der medizinischen-beruflichen Rehabilitation immer mehr im Vordergrund.

Die Besichtigung vor Ort kann im Vorfeld und damit zur besseren Planung einer Rehabilitationsmaßnahme,
im Rahmen einer betrieblichen Arbeitsbelastungserprobung oder eines EFL-Testes erfolgen,
um bestmöglich die Leistungsfähigkeit des Versicherten mit den konkreten Arbeitsplatzanforderungen zu vergleichen.

Zudem bieten wir an, mit unserem ergonomischen Knowhow eine Arbeitsplatzanpassung bzw. eine Hilfsmittelberatung vor Ort
durchzuführen.

Nach den Richtlinien des Eckpunktepapiers der gesetzlichen Unfallversicherungsträger führt das ZaR Münster zur Unterstützung der Heilverfahrenssteuerung Fallbesprechungen unter Einbeziehung der Patientinnen und Patienten, des betreuenden Rehamanagers sowie ärztlicher und therapeutischer Vertretung durch.

Mit 29 standardisierten funktionellen Leistungstests wird die Belastbarkeit für viele physische Funktionen der Arbeit untersucht.
Die umfassende Testbatterie dauert rund sechs Stunden, verteilt auf zwei aufeinander folgende Tage. Die erhobenen Belastungswerte werden mit dem beruflichen Anforderungsprofil verglichen.

Ziel dieser Untersuchung ist eine realitätsgerechte Beurteilung der Arbeitsfähigkeiten und -möglichkeiten sowie eine detaillierte
Erfassung der physischen Fähigkeiten und Defizite zur Planung einer beruflichen Rehabilitation.

Innerhalb einer arbeitsplatzbezogenen muskuloskelettalen Rehabilitation (ABMR) wird ein EFL-Screening mit vier bis sechs Testitems zu Beginn und Ende der Maßnahme erhoben.

Die interdisziplinäre Facharztstruktur, die räumliche, apparative und diagnostische Ausstattung des Kompetenzzentrums und
das sorgfältig aufgebaute Netzwerk garantieren eine zeitnahe Erstellung sämtlicher Gutachten:

  • Einzelgutachten, 1. und 2. Rentengutachten und
    Zusammenhangsbegutachtung, Haftpflichtfragen etc.
  • Komplexgutachten aus den Fachgebieten
  • Verlaufsbegutachtungen
  • sportmedizinische Untersuchung und Begutachtung
    (return to competition)
  • Begutachtung von Hirnfunktionsstörungen
  • Erstellung eines neuropsychologischen Hirnfunktionsprofils
  • als neurologisch-konsiliarische Mitbehandlung
  • als primär neurologisches Heilverfahren zu Lasten der DGUV

mit:

  • fachneurologischer klinischer Untersuchung
  • Möglichkeit zur elektroneurographischen Diagnostik (ENG) bei Schädigung peripherer Nerven an Armen und Beinen

bei:

  • Betroffenen nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Betroffenen nach Verletzungen des Rückenmarks im Sinne von z.B. kompletten/ inkompletten Querschnitts-Syndromen
  • Betroffene mit Verletzungen peripherer Nerven an Armen und Beinen

Arbeits- oder Wegeunfälle können bei Betroffenen zu psychischen Beschwerden führen. So kann es z.B. nach einem Leitersturz zu
Ängsten kommen, künftig keine Leitern mehr besteigen oder Höhen nicht mehr bewältigen zu können. Menschen, die beispielsweise als Radfahrerende einen Wegeunfall erlitten haben, können sich oftmals aus Sorge vor erneuten Unfällen nicht vorstellen, ein Rad zu besteigen oder erleben mehr Anspannung im Straßenverkehr als vorher. Auch ein langer körperlicher Heilungsprozess kann zu psychischen Belastungen, wie z. B. Schlafstörungen, Gereiztheit und Zukunftssorgen führen. Diese sogenannten Traumafolgestörungen können mittels psychologischer Maßnahmen erfolgreich behandelt werden.

Die klinische Neuropsychologie beschäftigt sich mit der Therapie von erworbenen Hirnschädigungen und deren kognitiven und
emotionalen Folgen sowie möglichen Verhaltensänderungen. Hirnschädigungen können z.B. die Folge eines Schädelhirn- Traumas oder einer hypoxischen Hirnschädigung sein. Nach der Diagnostik erfolgt eine gezielte Therapie der sich ergebenden Problembereiche (z.B. bei der Aufmerksamkeit, der Merkfähigkeit, den exekutiven Funktionen, der visuellen Wahrnehmung etc.).

Neben der Einbindung in das Versorgungsnetzwerk für BG-Patientinnen und Patienten bieten wir beim Vorliegen einer möglichen Post-Covid Symptomatik ein Screening sowie ein Assessment an.

Problemlösungen unter einem Dach – aus einer Hand.

  • Ein Fallmanager steht den Betroffenen persönlich zur Seite, um individuelle, passgenaue Problemlösungen zu koordinieren

  • Mit Hilfe unterschiedlicher Testverfahren finden wir die Stärken des Unfallverletzten und ermitteln den individuellen Handlungsbedarf

  • Zeitgleich erfolgen die medizinische Rehabilitation und die Abklärung beruflicher Reintegrationsmöglichkeiten. So werden unnötige Fehlzeiten und Leerläufe auf ein Minimum reduziert

Heilmittelverordnungen

Folgende Heilmittel können einzeln oder kombiniert nach D-ärztlicher Verordnungsvergabe und Richtlinien der Berufsgenossenschaften (BG) im ZaR Münster appliziert werden:

  • Physiotherapie/ Krankengymnastik

  • Physikalische Therapieformen

  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)

  • Ergotherapie/ spezielle Handtherapie

  • Ernährungsberatung

  • Logopädie

Kontakt

Zentrum für berufsgenossenschaftliche Heilverfahren
ZaR Campus Koburg | Grevener Str. 125 | 48159 Münster

Tel.: 0251 98767-220/ -240
Fax: 0251 98767-221
Mail.: bg@zar-ms.de

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