Kardiologische Rehabilitation

Was ist die kardiologische Rehabilitation?

Die Kardiologie ist ein Teilgebiet der inneren Medizin, die sich mit den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems beschäftigt. Vor allem nach akuten Herz- und Gefäßerkrankungen sowie nach Operationen am Herzen oder an den Gefäßen, bieten wir im ZaR Münster eine ganzheitlich ambulante Rehabilitation an.

Das oberste Ziel in der kardiologischen Rehabilitation ist die Rückerlangung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch Koordinationstraining, Bewegungstherapie und individuell angepasstes Ausdauertraining mit der Möglichkeit zur Herz-Kreislauf-Überwachung.

Therapieangebote

Nach gründlicher fachärztlicher Untersuchung werden Behandlungsziele abgestimmt und ein individueller Therapieplan erstellt.

Unser spezielles Therapieangebot innerhalb der kardiologischen Rehabilitation im ZaR Münster beinhaltet unter anderem:

  • Belastungs-EKG
  • 6-Minuten-Gehtest
  • Laufbandtest
  • laborchemisches Screening
  • Kraft-/ Ausdauertraining an Geräten (Ausdauersport ist auch im Freien möglich)
  • spezifisches Training bei Herzinsuffizienz
  • Gesundheitstraining mit Einschätzung Ihres individuellen kardiovaskulären Risikoprofils (PC-gestütztes, kreislaufüberwachte4s Fahrrad-Ergometertraining)
  • Einzel- und Gruppentherapieangebote je nach Indikation
  • physikalische Therapie
  • Ergotherapie

Unser Ziel ist, Sie umfassend zu informieren, zu unterstützen und im Umgang mit Ihrer Erkrankung zu stärken.
Dazu bieten wir unter anderem:

  • Stressbewältigungs- und Entspannungsübungen
  • psychologische Betreuung
  • Nichtrauchertraining
  • Schulung zur INR-Selbstbestimmung
  • Ernährungsberatung mit gemeinsamem Kochen in unserer Lehrküche
  • Sozialberatung

Indikationen

Unser professionelles und interdisziplinäres Team hilft Ihnen bei gesundheitlichen, beruflichen, sozialen oder psychischen Problemen nach/ bei:

  • Herzinfarkt
  • Herzkranzgefäßerkrankung ohne akutem Herzinfarkt
  • Bypassoperation
  • Herzklappenoperation
  • Herztransplantation
  • Operationen an den großen Gefäßen (z.B.: Aorta)
  • Versorgung mit einem Schrittmacher, CRT-System oder Defibrillator
  • akute Herzmuskelschwäche
  • entzündliche Herzerkrankungen
  • Herzrhythmusstörung
  • peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (pAVK)

Eine Lungenembolie ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, bei der ein Blutgerinnsel in die Lungengefäße gelangt und dort ein oder mehrere Gefäße verstopft. Dadurch wird die Blutversorgung der Lunge beeinträchtigt, was zu Atembeschwerden, Brustschmerzen und in schweren Fällen zu einem Kreislaufkollaps führen kann. 

Eine Venenthrombose ist eine Erkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel in einer Vene bildet. Diese Gerinnsel können den Blutfluss behindern und zu Schmerzen, Schwellungen und Rötungen führen. Wenn sich ein solches Gerinnsel löst und in die Lunge gelangt, kann es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen. 

Bluthochdruckerkrankung ist eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, bei denen der Blutdruck in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Bleibt Bluthochdruck unbehandelt, kann er mit der Zeit zu Schäden an verschiedenen Organen führen, vor allem am Herz, im Gehirn, an den Nieren und an den Augen.

Unter einem metabolischen Syndrom versteht man das gleichzeitige Auftreten mehrerer Risikofaktoren, die das Herz-Kreislauf-Risiko deutlich erhöhen. Dazu gehören insbesondere:

  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie)
  • erhöhter Blutzucker (Glukosetoleranzstörung)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Liegen mehrere dieser Faktoren gemeinsam vor, spricht man von einem ausgeprägten metabolischen Syndrom.