Bei der neuropsychologischen Therapie handelt es sich um ein wissenschaftlich begründetes psychologisches Therapieverfahren, das zur Behandlung von organisch bedingten psychischen Störungen zum Einsatz kommt. Solche Störungen treten häufig nach einem Schlaganfall, einem Schädelhirntrauma, einer entzündlichen oder anderen Erkrankung oder Verletzung des Gehirns auf. Es können sowohl kognitive Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Motivation, Denken und Problemlösen) als auch die Gefühlsverarbeitung und die Persönlichkeit betroffen sein.
Nach der Diagnostik erfolgen spezielle Therapieverfahren. Dazu zählen die übenden Verfahren (Restitution), die Entwicklung von Strategien (Kompensation), die Wissensvermittlung über die Störung für den Rehabilitanden und die Angehörigen sowie neuropsychologische Gespräche (Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung, bei Bedarf Angehörigenberatung) und neuropsychologische Einzel- und Gruppentherapien.